Abtragung von Polypen (Polypektomie)

Meist im Dickdarm, aber auch an anderen Lokalisationen des Magen-Darm-Taktes, knnen im Lauf des Lebens Neubildungen, sogenannte Polypen entstehen. Rein optisch ist nicht sicher festzustellen, ob ein Polyp mglicherweise bereits bsartig ist, oder aber das Potential zu einer zuknftigen bsartigen Entwicklung in sich birgt. Mit dem Endoskop knnen auch sehr kleine Polypen gut entdeckt werden, insbesondere wenn zustzlich die Vergrerungs- oder Frbeendoskopie (Magnifikations-/Chromoendoskopie) zur Anwendung kommen.

Da eine Entartung auch in kleinen Polypen mglich ist und vor allem aber unbemerkt erfolgt, birgt sie ein hohes Risiko fr den Betroffenen. Daher wird die Abtragung von Polypen im Rahmen von Darmkrebs-Vorsorge-Untersuchungen generell von den Fachgesellschaften empfohlen.

Die grten hierbei bestehenden Risiken ergeben sich aus einer mglichen Verletzung der Darmwand oder der Auslsung einer Blutung bei der Abtragung. Abhngig von der Form und Lage des jeweiligen Polypen knnen bestimmte Vorkehrungen vor der Abtragung getroffen werden, um diese Risiken mglichst zu vermeiden. Auch nach der Abtragung gibt es technische Mglichkeiten, die Sicherheit fr Sie als Patienten zu erhhen.

Wird das Risiko einer Polypabtragung als sehr hoch eingestuft, sollte die Manahme entweder im Krankenhaus durchgefhrt werden oder eine primre Operation erfolgen.

Ist ein Polyp komplett entfernt worden, was durch eine feingewebliche Untersuchung belegt werden muss, geht kein weiteres Gesundheitsrisiko mehr von ihm aus. Nach der vollstndigen Entfernung eines bereits entarteten Polypen kann diese Manahme bereits die Heilung von einem Darmkrebs bedeuten.

Wann eine Kontroll-Untersuchung erforderlich wird, richtet sich nach dem Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung des abgetragenen Polypen und wird ihrem Hausarzt schriftlich mitgeteilt.